Bye bye WordPress. Hello Tumblr.
… um Damian Rice zu hören.
Großartige Musik mit Seele.
Der Tatort langweilt, daher gibt es jetzt den Song in der Endlosschleife. Lange nicht mehr sowas Gutes gehört!
Angekommen bin ich noch lange nicht. Doch die Sehnsucht danach wird immer stärker.
Müssen die Reisen weiter werden?
Oder muss ich zu meinen Wurzeln zurückkehren?
Spielt der Ort überhaupt eine Rolle?
Oder gilt es nur das Innere zu prägen?
So wenig Leben und so vieles, was es noch zu erleben und herauszufinden gilt.
Endlos langes Gewitter heute Abend hier in Minga. Wunderschön.
Morgen geht’s endlich wieder nach Wü, wenn auch nur für das Wochenende.
Das vergangene WE am Schliersee war herrlich – kann nur jedem wärmstens den Campingplatz direkt am See empfehlen. Ein Traum – trotz Regen. Natur pur und himmlische Ruhe…
Das Lied passend zur Stimmung und zur Nacht … „you can find me in the summer sky“ …
„Seht uns an! Wir rennen herum, immer in Eile, immer zu spät. Ein Haufen umherirrender Kreaturen…
Wonach wir uns am meisten sehnen ist Verbundenheit. Bei manchen klappt es auf den ersten Blick. Wenn man einfach weiß: „Das ist es!“. Dann kommt die Magie des Schicksals ins Spiel und es ist toll für sie. Dann leben sie wie in einem Popsong, fahren mit dem Expresszug.
Aber im wirklichen Leben läuft das nicht so. Für den Rest von uns ist es weniger romantisch. Es ist kompliziert, es ist verpeilt. Es geht um schlechtes Timing und vertane Gelegenheiten und darum nicht sagen zu können was man sagen möchte, wenn es darauf ankommt…
Seht uns an! Wir rennen herum – immer in Eile, immer zu spät. Ein Haufen umherirrender Kreaturen…
Aber manchmal halten wir still, so dass alle Puzzleteile ihren Platz finden.
Und dann kommt die Magie des Schicksals ins Spiel und man ist mit dem Menschen verbunden, der für einen bestimmt ist. Von Zeit zu Zeit und zwischen all den Zufälligkeiten geschieht etwas Unerwartetes und treibt uns an. Und die Wahrheit ist, dass ich allmählich denke, dass ich allmählich das Gefühl habe, dass wir es selbst in der Hand haben, mehr zu sein als ein Haufen umherirrender Kreaturen… Oder?“
Falls jemand jemanden kennt, der jemanden kennt, der jemanden …:
Ich suche zum 1.5. eine/n neue/n Mitbewohner/in für meine 3 Zimmer Altbauwohnung in der vorderen Zellerau direkt gegenüber vom Tegut.
Die Wohnung ist 76qm groß, hat sehr hohe, helle Räume mit Dielenboden und schön verzierten alten Holztüren.
Der Südbalkon geht in den Hinterhof mit Blick auf die Festung.
Ich bin unter der Woche in München und nur an den Wochenenden in Würzburg. Mein/e Mitbewohner/in hat also unter der Woche die Wohnung ganz für sich alleine.
Außerdem kann mein Stellplatz direkt hinter dem Haus unter der Woche genutzt werden.
Rauchen ist verboten – da bin ich super pingelig – und auch Drogen haben in meiner Wohnung nix zu suchen.
Toll wäre auch, wenn der/diejenige Vegetarier wäre und keine Schweinehälften im Kühlschrank lagert. ; )
Außerdem sollte der/diejenige Hunde mögen oder besser noch LIEBEN, denn ich habe eine Labradorhündin.
400 Euro all inklusive (gez, 16000er internetflat, festnetzflat, digitales fernsehen usw.).
Kurze mail an LaUnica (at) gmx (Punkt) de
In Ermangelung eines Tatorts solltet ihr heute alle diesen wunderschönen Film schauen…
Immer wirst du einsam sein, bis zum Ende, und nie
wird ein anderer etwas daran ändern – erkennt man im
Schmerz, um es später wieder zu vergessen. Wenn man
läuft zu zweit, wie eines, sich ständig berührt und so
leicht ist, dass man sich auflöst und in den Himmel
fliegt. Aber das endet, aus dem Himmel zurück auf dem
Boden, mit der Angst und dem Wissen darum, allein
im Körper, umgeben von all den merkwürdigen
Gefühlen, definitiv unverstanden zu sein – selbst von
sich selbst.
Die Einsamkeit beginnt, wo wir anfangen und nicht
mehr ein Teil unserer Mutter sind. Kindheit heilst die
Zeit, da Hirn und Gefühl sich nicht recht verständigen.
Die finden vielleicht in der Pubertät wieder zusammen.
In der Zeit, in der die meisten die erste Liebe erleben.
Die die romantischste in unserem Leben ist, weil sie nur
aus Illusionen besteht. Die nichts will außer Auflösung.
Ein Mädchen, ein Junge, egal, und wir wollten ihn/sie
und wussten gar nicht, was wir mit ihm/ihr wollten
außer: nie mehr alleine sein. Standen an offenen Fenstern,
draußen Frühling und an den Wänden Pferdeposter,
und was wir über Liebe wussten, das ging so: mit
ihm auf einer Insel sein und ansehen, Tag und Nacht,
und die kleinen Härchen am Arm berühren. Tag und
Nacht. So ein Traum wie damals, als wir noch nicht
wussten, was Liebe ist, wird Liebe nie mehr.
Nie mehr werden wir so unendlich sein.
Die erste Liebe zerbricht, und der erste Liebeskummer
kommt. Ach, wären wir doch gestorben, damals.
Wir hätten uns die Wiederholungen erspart.
Wir haben unsere Unschuld verloren und statt ihrer
Ideen entwickelt, wie Liebe sein müsste, die richtige
Liebe. Denken wir, es muss sein wie fliegen und sich die
Sachen vom Leib reißen und sich nie mehr trennen und
nicht mehr essen und nicht mehr schlafen und nachts
tanzen im Regen und tausend Kilometer fahren nur
für einen Kuss, der nie endet. Das ist die Idee, und sie
meint: Eigentlich wollen wir zurück zu der Zeit, als wir
eins mit der Mutter waren. Bedingungslosigkeit wollen
wir, danach suchen wir und werden immer enttäuscht
werden. Denn so ist es nie.
Das merken wir alle zwei Jahre, wenn wieder ein Traum
zerbricht. Der Schmerz wird weniger. Wir vertragen ihn
nur kaum noch, weil wir doch nicht wissen, wie es gehen
soll, weil wir ahnen, dass etwas falsch ist. Und immer
bleiben wir allein zurück, die wir altern, und unsere
Knochen werden porös, und unsere Seele ist es schon,
überzogen mit vielen Sprüngen. Wir sind nicht mehr jung
und noch nicht alt – die furchtbarste Zeit im Leben, weil
sie voller Sehnsucht nach einem Wunder ist, und das
wird – ziemlich sicher – nicht eintreten. Eigentlich hätten
wir mit unserer ersten Liebe zusammenbleiben können.
Die hundert Wiederholungen auslassen.
Sex ist nur Sex – kann man lernen, feuchte Geschichte, ist doch
egal -, und Freundschaft wird mit der Zeit erst gut. Was
suchen wir, ach ja, die große Liebe suchen wir. Immer
schneller trennen wir uns, verlassen, werden verlassen.
Leiden wird zur Routine und fast cool, weil: da geht
was, da hat man etwas zu erzählen, da wird man bedauert
und nimmt ein paar Kilo ab. Und alle reden von
Lebensabschnittsgefährten und misstrauen der Unendlichkeit
und nörgeln und sind unzufrieden, wenn sie
einen haben zum Liebhaben. Der kann’s doch nicht
gewesen sein. Überall können wir etwas Größeres und
Besseres haben, überall werden uns Träume versprochen.
Neue Partner kann man kaufen an jeder Ecke. Überall
sehen wir Liebe und Sex und Werbung und Filme und
Models, und alle sehen toll aus und sind verfügbar. Warum
dann an etwas hängenbleiben, das den Glanz verloren
hat? Kaum mehr einer schaut in den Spiegel und
sieht sich, wie er ist. Wenn Naomi uns ihre Brüste zeigt,
dann kann man doch Naomi haben.
Immer kürzer wird die Halbwertszeit von dem, was
wir als Liebe bezeichnen, weil wir nicht wissen, wie man
den Dreck sonst nennen soll. Hatte die Generation vor
uns das Problem, vor lauter Analyse und Selbstfindung
zu egoistischen kleinen Arschlöchern geworden zu sein,
kranken wir heute daran, nichts mehr zu sein. Keiner
ist mehr etwas, keiner ist mehr besonders. Falsch
verstandene Demokratie hat uns alle gleich gemacht,
alle ohne Eigenschaften und mit der Sucht nach mehr.
Immer weniger wollen wir uns anstrengen. Das muss
passen, sofort, und gut sein. Wenn wir es mit uns selber
schon nicht gut haben, dann muss doch der Partner
dafür sorgen. Macht er nicht, denn der Partner will Brad
Pitt, und schon ist er weg.
Liebe ist: einen außer sich zu ertragen, sich mit einem
anderen zu ertragen. Doch bis wir erkennen, was Liebe
wirklich ist, sind wir meist schon tot. Schade.
Quelle: http://www.sibylleberg.ch/







